Unterbranche · Logistik & Transport

Unternehmensberatung für Speditionen & Transportunternehmen

Speditionen arbeiten mit knappen Margen bei hohen Fixkosten. Ergebnis entsteht durch Kostenklarheit je Fahrzeug und Relation, saubere Kalkulation von Maut, Energie und Personal, konsequente Preisanpassung in Verträgen sowie Fahrerbindung und Nachfolgeplanung.

Kosten je Fahrzeug und Relation, Kalkulation und Fahrerbindung entscheiden über das Ergebnis. Wir machen sie steuerbar.

Fixkosten
dominieren die Kostenstruktur
Relation
Marge entsteht je Tour
50 %
Zuschuss über BAFA-Beratung
30+ Jahre
Erfahrung im Mittelstand
Marktdaten

Branchenlage Spedition & Transport

Mautanhebung, Energiepreise und Fahrermangel treffen auf einen Markt mit intensivem Preiswettbewerb — Kalkulationsdisziplin entscheidet über den Fortbestand.

CO₂-Maut

Der CO₂-Aufschlag auf die Lkw-Maut hat die Kostenbasis im Fernverkehr deutlich erhöht

Quelle: Bundesfernstraßenmautgesetz, Novelle 2023

Fahrermangel

Altersstruktur und Nachwuchsmangel gelten als zentrales Branchenrisiko

Quelle: Bundesverband Güterkraftverkehr Logistik und Entsorgung (BGL)

Fixkostenanteil

Fahrzeug, Personal und Versicherung binden den Großteil der Kosten unabhängig von der Auslastung

Quelle: CONPLANA-Projekterfahrung

Nachfolge

Viele inhabergeführte Speditionen stehen vor der Übergabe an die nächste Generation

Quelle: CONPLANA-Projekterfahrung

Als „CONPLANA-Projekterfahrung" gekennzeichnete Angaben sind Erfahrungswerte aus unseren Mandaten und keine amtliche Statistik.

Typische Herausforderungen: Spedition & Transport

Diese Themen begegnen uns in Projekten mit Betrieben aus dem Bereich Spedition & Transport am häufigsten.

Kosten je Fahrzeug unbekannt

Die Buchhaltung zeigt Summen, nicht Ergebnisse je Fahrzeug, Relation oder Kunde. Verlustbringer bleiben unentdeckt.

Kostensteigerungen laufen der Preisanpassung hinterher

Maut, Energie und Tariflohn steigen unterjährig, Frachtpreise werden jedoch nur jährlich verhandelt.

Fahrermangel und Fluktuation

Unbesetzte Fahrzeuge kosten volle Fixkosten ohne Erlös. Einarbeitung und Fluktuation binden Führungskapazität.

Leerkilometer und Disposition

Rückladungen und Tourenplanung laufen erfahrungsbasiert. Auslastungspotenzial bleibt ungenutzt.

Nachfolge ungeklärt

Fuhrpark, Kundenverträge und Führung hängen am Inhaber. Ohne Übergabeplan sinkt der Unternehmenswert.

Unsere Lösungsansätze

So arbeiten wir mit Unternehmen aus dem Bereich Spedition & Transport.

Kostenrechnung je Fahrzeug und Relation

Vollkostensatz je Fahrzeugtyp und Einsatzart, Deckungsbeitrag je Kunde und Relation — monatlich auswertbar statt jährlich geschätzt.

Kalkulation mit Anpassungsklauseln

Kalkulationsmodell mit Maut-, Energie- und Personalkostenindex sowie vertraglichen Anpassungsklauseln für laufende Verträge.

Fahrerbindung und Führung

Einsatzplanung, Führungsroutinen und Bindungsmaßnahmen, die auf den tatsächlichen Fluktuationsursachen im Betrieb aufsetzen.

Nachfolge- und Wertplanung

Strukturierte Übergabeplanung mit Zeitachse, Führungsaufbau, Fuhrparkstrategie und Finanzierungskonzept.

Häufig gestellte Fragen

Wie kalkuliert man einen belastbaren Kilometer- oder Tagessatz?

Aus den Ist-Daten des Fahrzeugs: Abschreibung oder Leasingrate, Zinsen, Versicherung, Steuer und Beiträge als Fixkosten je Einsatztag, dazu Kraftstoff, Maut, Reifen, Wartung und Reparatur als variable Kosten je Kilometer, ergänzt um Fahrerkosten inklusive Spesen, Urlaub und Ausfallzeiten sowie einen Gemeinkostenanteil für Disposition und Verwaltung. Entscheidend ist eine realistische Annahme zur produktiven Einsatzzeit — Werkstatt-, Krankheits- und Standzeiten müssen im Satz enthalten sein.

Wie bekommt man Kostensteigerungen an die Kunden weitergegeben?

Über Anpassungsklauseln statt über Verhandlungen im Nachhinein: Verträge werden um Indexklauseln für Energie, Maut und Tariflohn ergänzt, mit definierter Ausgangsbasis, Schwellenwert und Anpassungsrhythmus. Für laufende Verträge hilft eine transparente Kostenaufstellung mit Datum und Quelle der Kostenänderung. Kunden akzeptieren nachvollziehbare, regelbasierte Anpassungen erfahrungsgemäß deutlich eher als pauschale Preiserhöhungen.

Was hilft gegen Fahrermangel im Mittelstand wirklich?

In der Praxis wirken drei Dinge stärker als höhere Löhne allein: verlässliche Einsatz- und Heimkehrplanung, weil Planbarkeit für viele Fahrer wichtiger ist als der letzte Euro, gepflegte und moderne Fahrzeuge als sichtbares Wertschätzungssignal, und eine erreichbare Disposition mit respektvollem Umgangston. Ergänzend lohnt der Aufbau eigener Ausbildung und die Anerkennung ausländischer Führerscheine mit strukturiertem Onboarding.

Ist Beratung für Speditionen förderfähig?

Ja, sofern die KMU-Kriterien der EU erfüllt sind. Für Kalkulation, Controlling, Strategie und Nachfolge kommt die BAFA-Unternehmensberatung mit 50 % Zuschuss auf maximal 3.500 € Bemessungsgrundlage in Frage, also bis zu 1.750 € Zuschuss. Für Führung, Personalbindung und Arbeitsorganisation eignet sich INQA-Coaching mit 80 % Zuschuss auf bis zu 12 Tage à 1.200 €, also maximal 11.520 €. Beide Anträge müssen vor Beratungsbeginn gestellt werden.