Branchenfokus

Handwerk & Bau

Handwerks- und Bauunternehmen kämpfen mit Fachkräftemangel, steigenden Materialkosten, regulatorischer Komplexität und schwankender Auftragslage. Erfolgreiche Betriebe verbinden saubere Kalkulation und Stundensätze, professionelle Auftragssteuerung, gezielte Mitarbeiterbindung und konsequente Digitalisierung von Angebot, Disposition und Abrechnung — als Fundament für nachhaltige Profitabilität und planbare Nachfolge.

Handwerksbetriebe, Bauunternehmen, Installationsfirmen und spezialisierte Dienstleister – wir kennen die besonderen Anforderungen Ihrer Branche und bieten praxisnahe Lösungen.

200.000
offene Stellen
-4%
realer Umsatzrückgang 2024
85%
unter wachsendem Kostendruck
40%
Ausbildungsabbruchquote

Branchenspezifische Herausforderungen

Diese Themen beschäftigen Handwerks- und Baubetriebe besonders – und genau hier setzen wir an.

Digitalisierung traditioneller Prozesse

Von der Angebotserstellung über die Projektplanung bis zur Abrechnung – viele Prozesse laufen noch analog. Die Digitalisierung bietet enormes Effizienzpotenzial.

Nachfolgeplanung in Familienunternehmen

Die Übergabe an die nächste Generation oder an externe Nachfolger ist ein komplexer Prozess, der rechtzeitig geplant werden muss.

Materialkosten und Lieferkettenprobleme

Volatile Preise, unsichere Lieferzeiten und die Notwendigkeit für professionelles Kostenmanagement fordern Handwerks- und Baubetriebe heraus.

Mitarbeitergewinnung und -entwicklung

Der Fachkräftemangel trifft Handwerk und Bau besonders hart. Attraktive Arbeitsbedingungen und modernes Employer Branding werden zum Wettbewerbsvorteil.

Unsere Lösungsansätze

Mit diesen bewährten Ansätzen unterstützen wir Handwerks- und Baubetriebe auf dem Weg zum nachhaltigen Erfolg.

Digitale Tools für Planung und Abrechnung

Wir begleiten Sie bei der Auswahl und Einführung digitaler Lösungen – praxisnah und passend zu Ihren Prozessen.

Strategische Nachfolgeberatung

Von der ersten Überlegung bis zur erfolgreichen Übergabe – wir strukturieren den Prozess und begleiten alle Beteiligten.

Kostenmanagement und Preisstrategien

Wir optimieren Ihre Kalkulation, entwickeln Preisstrategien und helfen bei der Kostenkontrolle in volatilen Märkten.

Employer Branding für Handwerksbetriebe

Positionieren Sie sich als attraktiver Arbeitgeber – mit authentischer Darstellung und gezielter Ansprache potenzieller Mitarbeiter.

Häufig gestellte Fragen

Welche strategischen Herausforderungen haben Handwerks- und Baubetriebe aktuell?

Die fünf wichtigsten Themen 2024/2025 sind: 1) Fachkräftemangel (laut ZDH fehlen rund 250.000 Fachkräfte im Handwerk), 2) Unternehmensnachfolge (über 125.000 Übergaben anstehend bis 2027), 3) Digitalisierung von Auftragsabwicklung und Baustellenkommunikation, 4) Kalkulation und Stundenverrechnungssätze in einem volatilen Materialmarkt, 5) Erhalt der Profitabilität trotz steigender Lohn- und Energiekosten.

Wie kann die Digitalisierung im Handwerk konkret aussehen?

Typische Digitalisierungs-Hebel: digitale Angebotserstellung und Aufmaß per App, mobile Zeiterfassung auf der Baustelle, Projekt- und Bauleitungs-Software (z. B. Hero, Sander, Plancraft), digitale Lohn- und Lieferschein-Workflows, BIM für größere Bauprojekte. Erfahrungswert: 5–15 Stunden Zeitersparnis pro Mitarbeiter und Monat sind realistisch.

Wie funktioniert die Unternehmensnachfolge im Handwerk?

Bewährter Ablauf in 5 Phasen über 3–7 Jahre: 1) Strategische Standortbestimmung und Unternehmenswert ermitteln, 2) Nachfolger identifizieren (familien­intern, Mitarbeiter, externer Käufer), 3) Übergabekonzept inkl. Steuer und Finanzierung, 4) operative Übergabephase 12–24 Monate, 5) Nachbetreuung. Wichtig: Frühzeitig starten — Bewertungen liegen meist bei 4–8-fachem operativen Cashflow.

Welche Fördermittel gibt es speziell für Handwerksbetriebe?

Drei Programme sind für Handwerk besonders relevant: 1) BAFA-Beratungsförderung (50 % Zuschuss, max. 3.500 €), 2) INQA-Coaching speziell für Personal- und Organisationsentwicklung (80 % Zuschuss, bis 12.800 €), 3) Meistergründungsprämie der Bundesländer für Existenzgründer/Übernehmer (oft 7.500–17.500 €). Kombinierbar mit Investitionsförderungen der KfW und Landes-Programmen.

Wie verbessert man die Stundenverrechnungssätze im Handwerk?

Bewährter Ansatz in 4 Schritten: 1) Nachkalkulation der letzten 20–50 Aufträge (welche waren wirklich profitabel?), 2) Vollkosten­rechnung mit korrekten Gemeinkosten- und Produktivstunden-Anteilen, 3) Differenzierung nach Leistungsart und Kundensegment statt Einheits­satz, 4) Konsequente Umsetzung in Angeboten. Realistische Spanne: 60–90 €/h netto je nach Gewerk und Region.

Ab welcher Betriebsgröße lohnt sich strategische Beratung?

Sinnvoll ab etwa 5 Mitarbeitenden, wenn der Inhaber zunehmend operativ überlastet ist und Strukturen für Wachstum oder Nachfolge fehlen. Besonders hoher Hebel bei 15–50 Mitarbeitenden — hier sind Themen wie Vorarbeiter-Entwicklung, zweite Führungsebene, Kalkulationssysteme und Digitalisierung typische Engpässe mit großer Hebelwirkung.